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Erhöhte Lackschichtdicke im Werk:Warum?

Alles zum Golf 6, was nicht in eine der anderen Kategorien passt.

Erhöhte Lackschichtdicke im Werk:Warum?

Beitragvon walter1 » 04.02.2016 14:09

Hallo an alle Kundigen!

Beim Ankaufstest (Golf 6 Variant 1,6TDI BJ2010 87000km, weiss) wurde erhöhte Lackschichtdicke (Werte schwankend zw. 158-165) über alle Bleche gemessen, nach Aussage des Prüfenden wurde das im VW Werk gemacht (bei diesem Modell: Mexiko).

Über die Ursachen ließ er mich im Unklaren , daher meine Fragen an das Expertenteam:

Warum wurde das im Werk gemacht, weiss jemand von solchen Fällen?
Kann die erhöhte Lackdicke zukünftig irgend welche Auswirkungen haben?

Vielen Dank für euren kompetenten Rat!

Grüße
Walter
walter1
 
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Re: Erhöhte Lackschichtdicke im Werk:Warum?

Beitragvon einsjott6 » 06.02.2016 07:06

Hallo Walter,

was Ähnliches ist meinem Vater seinerzeit mit einem MB W124 JW passiert.

Das Fzg. sollte nach einem Jahr an die Werksniederlassung zurückgegben werden, wobei ebenfalls eine doppelt so dicke Lackstärke über das ganze Fzg. ermittelt wurde.

Der Ankäufer warf meinem Vater vor, daß es sich, um einen verschwiegenen Unfallschaden mit Komplettlackierung handeln müsste.
In unserem Besitz gabe es allerdings keinen Unfallschaden.

Allerdings nach genauem Überlegen, erinnerten wir uns, daß der Abholtermin, um eine Woche nach hinten verlegt wurde, ohne Angabe von genauen Gründen. Lapidar hieß es, Abholtermin verschiebt sich, wegen produktionstechnischen Gründen.

Eine Aussage für Alles & Nix.

Die Niederlassung fragte dann allerdings direkt in Sindelfingen, bei der Produktionsplanung an, um Auskunft zu bekommen, was für Gründe zur verzögerten Fertigstellung führten und ob das was mit der Lackstärke zu tun habe.

Überraschende Antwort: "Ja das Fzg. ist auf der Montagelinie nach der Lackierung aufgrund eines Fehlers in der Steuerung der Transportschlitten erheblich lacktechnisch beschädigt gewesen, das dann zur (manuellen) Nacharbeit führte und danach ein weiteres Mal komplett lackiert wurde!"

Also Crash im Werk bei der Produktion.

Kommt gar nicht so selten vor, da in hochtechnisierten komplexen Fabriken, es immer mal wieder zu derartigen Störungen der Steuerung oder auch der Robotik führen kann.

Somit erklärte sich der "dicke" Lackauftrag, was auf die längere Zeit gesehen eher einen Vorteil darstelt!

Von VW weiß ich auch von einem Bekannten, der im Stammwerk WOB gearbeitet hat, daß es zu solchen Zwischenfällen kommt. Meist jedoch beim sogenannten "Abfahren" von der Endmontagelinie zu den Stellplätzen auf dem Werksgelände oder gelegentlich auch beim Auffahren auf die Waggons der Eisenbahn.

Dort sind aber meist nur Teilflächen betroffen, die dann in der Werkstatt im Werk selbst manuell nachgearbeitet werden.
Da es nach Werksvorgaben instand gesetzt wird, gilt dies nicht als Unfall und wird auch nicht nach außen kommuniziert.

Nur bei einem Verdacht bekommt der Markenhändler eine entsprechende Erklärung und Auskunft mit Dokumentation.

In Deinem Fall dürfte es sich ähnlich, wie bei unserem Mercedes, um einen Unfall direkt nach der Lackierung in der Rohmontage handeln, da das Fzg. komplett nochmal? lackiert wurde, weil noch keine Einbauten vorgenommen wurden.

Bei sowas ist immer viel Spekulation dabei, aber vieles spricht für ein derartiges Ereignis während der Produktion.

Vllt. hilft Dir das als mögliche Erklärung weiter!

Gruß
Achim
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Re: Erhöhte Lackschichtdicke im Werk:Warum?

Beitragvon walter1 » 06.02.2016 08:58

Hallo Achim!

Herzlichen Dank für deine interessanten Infos, ich dachte mir schon insgeheim das Selbe.

Auch ich nehme an, dass eine dickere Lackschichte eigentlich positiv zu betrachten ist, denke mir aber, dass ich bei einem Wiederverkauf Erklärungsbedarf gegenüber dem zukünftigen Käufer haben könnte.

Noch dazu könnten vielleicht zukünftig ausgetauschte Kassorieteile (z.B.Kotflügel, Motorhaube usw) mit normaler Lackdicke zur Verunsicherung beim Widerverkauf des Fahrzeugs führen, da die Unterschiede bei einem Ankaufstest und Kontrolle mit dem Lackdickemessgerät sofort auffallen würden und eine Karambolage angenommen werden könnte.

Gibt es Empfehlungen, wie ich mich wegen der zukünftigen Beweisführung aktuell verhalten soll?

Vielen Dank!!

LG/VWalter
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Re: Erhöhte Lackschichtdicke im Werk:Warum?

Beitragvon einsjott6 » 07.02.2016 06:50

Hallo Walter,

versuche am besten über "Deinen" VW-Händler einer Dokumentation zu bekommen, was bei der Produktion passiert ist, daß es zu einer nochmaligen Lackierung der Rohkarosserie gekommen ist.

Dieser kann eine Anfrage über derartige Vorkommnisse direkt bei der Händlerbetreuung bekommen. Dort wird man unter der Angabe der FIN (Fahrgestellnummer) an die jeweilig zuständige Abteilung innerhalb des Konzerns weitergeleitet.

Mit dieser Info (zumindest der Händler wird sie erhalten) kannst Du Ihn bitten, daß kurz schriftlich zu bestätigen, damit bei weiteren Fragestellungen bezgl. der Lackstärke Klarheit herrscht.

Inwieweit VW-Autohäuser dem nachkommen, dürfte recht unterschiedlich sein, mal mehr, mal weniger bereit / serviceorientiert.

Einfach mal anfragen bei VW-Händlern und die Reaktion abwarten!

Gruß
Achim
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Re: Erhöhte Lackschichtdicke im Werk:Warum?

Beitragvon walter1 » 07.02.2016 11:27

Hallo Achim!

Vielen Dank für deine für mich wertvolle Empfehlung!
Werde mit dem Freundlichen, der auch die Messung gemacht hat, mal diesbez. Kontakt aufnehmen und meine Bitte herantragen.

Schönes WOE noch!
Walter
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Re: Erhöhte Lackschichtdicke im Werk:Warum?

Beitragvon einsjott6 » 08.02.2016 07:57

Walter,

noch ein Tipp, Dein :) soll mal in der ELSA = Elektronischer Leitfaden & Service Assistent, mit Deiner FIN, eine Reparaturabfrage in der Historie des Fzg. vornehmen.

Evtl. hat man bereits im Herstellerwerk (Puebla / Mexiko) einen Eintrag vorgenommen, bzw. per veschlüsseltem Code vermerkt :idea:

Gruß
Achim
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Re: Erhöhte Lackschichtdicke im Werk:Warum?

Beitragvon walter1 » 08.02.2016 10:59

Hallo Achim,
diese ELSA Abfrage hat er schon getätigt und mir einige bereits durchgeführt Reparaturen genannt (z.B Erneuerung Windschutzscheibe, Dämmplatte, vorderer Kotflügel).

Von einer Werksinformation über die Vorkommnisse vor Auslieferung hat er allerdings nichts verraten.

Nur bei einem Verdacht bekommt der Markenhändler eine entsprechende Erklärung und Auskunft mit Dokumentation.


Heißt das der Kunde hat Anspruch auf Aufklärung?

Gruß
Walter
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Re: Erhöhte Lackschichtdicke im Werk:Warum?

Beitragvon einsjott6 » 10.02.2016 07:32

walter1 hat geschrieben:Hallo Achim,
diese ELSA Abfrage hat er schon getätigt und mir einige bereits durchgeführt Reparaturen genannt (z.B Erneuerung Windschutzscheibe, Dämmplatte, vorderer Kotflügel).

Von einer Werksinformation über die Vorkommnisse vor Auslieferung hat er allerdings nichts verraten.

Nur bei einem Verdacht bekommt der Markenhändler eine entsprechende Erklärung und Auskunft mit Dokumentation.


Heißt das der Kunde hat Anspruch auf Aufklärung?

Gruß
Walter


Hallo Walter,

anhand Deiner Beschreibung zu dem Vorgang, hast Du den Wagen nicht neu gekauft, also nicht Erstbesitzer?

Dennoch sollte Dir der :) alle dokumentierten Einträge, als Kopie aushändigen!

Nur daß ermöglicht Dir, bei einem Verkauf den "angeblichen Mangel" mit der Lackierung gerichtsfest nachzuweisen.

Als aktueller Besitzer hast Du Recht auf vollständige Information, bezgl. evtl. Mängel, Reparaturen, Rückrufe, Updates und Vorschäden!

Insbesondere, wenn die wahrscheinlich, wie in Deinem Fall produktionstechnisch entstanden sind und somit in der Verantwortung der VW AG liegen!

Die internen Richtlinien von VW im Umgang mit (sensiblen) Daten aus der ELSA-Historie, sehen allerdings vor, dem Kunden keine Dokumentionen, auch nicht als Kopie zu überlassen.

Wobei sich das wahrscheinlich nicht mit der (deutschen) Rechtsprechung begründen lässt, die doch seit geraumer Zeit, nicht zuletzt im Rahmen der Harmonisierung des Verbraucherschutzes auf EU-Ebene weitreichende Regeln auf Zugang zu sämtlichen Informationen garantiert!

Sollte sich der :) hier nicht offen und komrpromissbereit zeigen, sollte man den Weg über den VW-Customer-Service versuchen und dort die Situation schildern.

Auch ein Infogespräch bei der örtlichen Verbraucherzentrale kann hier sinnvoll sein, um sich dort zu befragen inwieweit der Händler, bzw. der Hersteller zur Offenlegung interner Dokumente gegenüber dem Besitzer verpflichtet ist. :idea:

Gruß
Achim
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Re: Erhöhte Lackschichtdicke im Werk:Warum?

Beitragvon walter1 » 10.02.2016 12:58

Hallo Achim!

Herzlichen Dank für deine Informationen und Tipps für die weitere Vorgehensweise!

Als Zweitbesitzer und zukünftig auch Wiederverkäufer des Wagens möchte ich aktuell alles unternehmen, um in ein paar Jahren fit für eine problemlose Veräußerung zu sein.
Ich habe nun alle Infos zusammen um beim Freundlichen (hoffentlich) erfolgreich auftreten zu können.

Grüße
Walter
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Re: Erhöhte Lackschichtdicke im Werk:Warum?

Beitragvon cedeka » 10.02.2016 19:32

Erzähl dann mal was dabei rausgekommen ist!
Gruß, cedeka
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Re: Erhöhte Lackschichtdicke im Werk:Warum?

Beitragvon walter1 » 10.02.2016 19:54

Ja, mach ich gern!
LG
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Re: Erhöhte Lackschichtdicke im Werk:Warum?

Beitragvon walter1 » 17.02.2016 18:25

In der VW-History des Wagens konnte kein Eintrag über eine nachträgliche Lackaufbringung gefunden werden.

Damit hat es sich, eine Bestätigung vom Freundlichen über eine zusätzliche Lackschicht im Werk ist nicht vorgesehen, da bei einem Wiederverkauf dem zuk. Käufer jederzeit Einsicht in die History gewährt werden würde.

Somit belasse ich es und denke mir meinen Teil ...

Grüße
Walter1

.
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Re: Erhöhte Lackschichtdicke im Werk:Warum?

Beitragvon cedeka » 17.02.2016 19:42

Ist natürlich unerfreulich aber letztlich nicht soo tragisch. Jetzt ist das Auto 6J alt, wenn Du es verkaufst beispielsweise 10J - da fallen derlei Dinge nicht mehr so sehr ins Gewicht.
Vl kann man Dir ja eine Kopie der aktuellen Lackdickemessung aushändigen dann kannst Du immerhin belegen daß da nicht während Deiner Besitzerzeit gemogelt wurde...
Gruß, cedeka
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Re: Erhöhte Lackschichtdicke im Werk:Warum?

Beitragvon walter1 » 17.02.2016 20:24

Vl kann man Dir ja eine Kopie der aktuellen Lackdickemessung aushändigen dann kannst Du immerhin belegen daß da nicht während Deiner Besitzerzeit gemogelt wurde...


Danke, das ist eine gute Idee!!

Grüße
Walter
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Re: Erhöhte Lackschichtdicke im Werk:Warum?

Beitragvon Slider » 18.02.2016 19:00

Hallo,

kurz zur Klärung: Der Freundliche kann in der Regel auf seine 08/15 Historie mittels Fahrzeug-Ident- Nummer zugreifen. Hier sind (nur) alle Ereignisse(Serviceaktionen, Reparaturen, Inspektionen, Garantieleistungen etc.) hinterlegt, aber ausschließlich Arbeiten, die bei einem Partnerbetrieb vorgenommen wurden. Nur wenige Nachrüster und „Fremdbetriebe“ haben darauf Zugriff.
In der Regel ABER keine Ereignisse, die den Produktionsprozess im Werk betreffen. Die VW AG gibt hierzu keine Informationen nach Außen, von wenigen Fällen mal abgesehen (massenhafte Hagelschäden vor einigen Jahren).
Man benötigt schon einen sehr, sehr, sehr guten Draht DIREKT ins BETREFFENDE Werk der Produktion, um etwas über die Fertigungshistorie MÜNDLICH zu erfahren.
Die einzige Möglichkeit für den Käufer, bei Neu- oder Jungwagen - später - keine böse Überraschung zu erleben besteht darin, vor der Übernahme penibel zu prüfen und ggf. die Übernahme zu verweigern. Ich musste schon "Werksnachbesserungen" sehen, die überhaupt nicht gelungen waren - auch dort arbeiten nur (besser bezahlte) Lacker, Mechaniker – so wie in der freien Welt.
Nach vielen Jahren ist es fast unmöglich, juristisch eine Kausalität zum Produktionsereignis herzustellen. Selbst dann, hätten Sie Produktionsereignisse (widerrechtlich) als schriftliche Vorlage beschafft, wäre eine Zulassung dieser sittenwidrig erworbenen Beweise vor Gericht höchst fraglich. Evtl. wären Sie Zeuge eines Strafverfahrens, weil diese Interna absolut nicht nach Außen getragen werden dürfen.
Die VW AG könnte Strafantrag gegen Unbekannt stellen und SIE hinsichtlich des Besitzes dieser geschützten Interna als Zeugen nennen. Dann wird es für die Quelle und SIE „dynamisch interessant“ …

Alles Gute …
Zuletzt geändert von Slider am 19.02.2016 21:37, insgesamt 1-mal geändert.
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