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VW Scirocco III - Kaufberatung

Scirocco III © Volkswagen Pfeil rechts Motor/Getriebe
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Pfeil rechts weitere Tips und Hinweise befinden sich im Scirocco-Forum
 
Meistverkaufte Variante ist ein candy-weißer 1.4 TSI (118kw / 160 PS) mit Handschaltung und folgenden Extras: Climatronic, Sportpaket, Parkpilot, Winterpaket, Radio RCD510, Multifunktionslenkrad, Spiegelpaket, Xenon.

Motor/Getriebe

  Zur Auswahl des Motors unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sind folgende Informationen hilfreich:
Motor 1.4 TSI 1.4 TSI BM 1.4 TSI 1.4 TSI DSG 2.0 TSI 2.0 TSI DSG 2.0 TSI 2.0 TSI DSG R 2.0 TDI 2.0 TDI DSG 2.0 TDI 2.0 TDI DSG
kW 90 90 118 118 147 147 155 155 195 103 103 125 125
PS 122 122 160 160 200 200 210 210 265 140 140 170 170
Nm 200 200 240 240 280 280 280 280 350 320 320 350 350
CO2 g/km 149 139 154 147 179 179 172 174 189 134 145 139 147
EU l/100 km 6,4 6,0 6,6 6,3 7,6 7,6 7,4 7,5 8,1 5,1 5,5 5,3 5,6
max l/100 km - - 9,8 - 10,3 10,7 9,5 - 12,3 - 8,3 7,1 6,8
min l/100 km 5,7 - 6,2 - 6,1 6,3 - - 7,0 - 5,5 - -
Vmax [km/h] 200 200 218 218 235 233 240 238 250 207 205 222 220
0-100 km/h [sec] 9,6 (9,7) 8,0 (8,0) 6,8 6,3 6,7 (6,9) 5,7 (9,3) 9,3 8,1 7,2
60-100 im 4.Gang (9,0) - 7,7 - 5,6 5,8 5,2 - 4,4 (7,4) - 5,7 -
80-120 im 6.Gang (17,9) - 12,8 - 9,7 10,1 8,9 - 7,6 (14,7) - 10,6 -
db(A) bei 130 - - 70 - 71 69 - - 72 - - 69 71
Spritsorte* S S S S S S S S S D D D D

2.0 TSI / 147 kW = EURO 4 - 2.0 TSI / 155 kW = EURO 5
EU l/100km = durchschnittlicher EU-Verbrauch
max l/100km = Verbrauch im Einzeltest
min l/100km = Verbrauch bei ökonomischer Fahrweise; kein Norm-Zyklus
(Werte in Klammern): nicht am Scirocco getestet
Innengeräusch in db(A) bei 130 km/h im höchsten Gang        Meßwerte aus ams/AB
*D=Diesel; N=Normal bleifrei; S=Super bleifrei; SP=Superplus
die jeweils einfachere Spritsorte kann unter geringen Leistungsverlusten gefahren werden
 
 
Benziner Das Motorenangebot umfasst 4 Benziner von 122 bis 265 PS. Es handelt sich bei allen um TSI-Motoren - also turboaufgeladene Direkteinspritzer.
 
Der preisgünstigste Einstieg bildet der 1.4 TSI mit 90 kW/122 PS. Dieser Motor wird von einem kleinen Turbolader aufgeladen und die Ladeluft aktiv gekühlt. Dadurch hat man bereits im unteren Drehzahlbereich viel Drehmoment zur Verfügung. Der Motor spricht gut an, ein Turboloch ist kaum spürbar. Dafür ist die Leistung des Laders nach oben begrenzt und bei höheren Drehzahlen geht ihm dann eher die Luft aus als dem größeren 1.4 TSI. Wer keinen besonderen Wert auf Höchstgeschwindigkeit legt, meist auf Landstraßen unterwegs ist und sich an einem relativ sparsamen Motor erfreuen kann, der wird vom kleinen 1.4 TSI nicht enttäuscht sein. Vor allem ist der Motor technisch weniger aufwendig als die 160-PS-Variante. Optional gibt es den kleinen TSI auch als BlueMotion Technologie mit Start/Stopp-System und Bremsenergie-Rückgewinnung. Dadurch reduziert sich der Verbrauch im Stadtverkehr spürbar. Für Landstraße oder Autobahn bringt das aber nichts.
Erfahrungsberichte zum 1.4 TSI (122 PS) im Forum
Verbrauchsdurchschnitt bei Spritmonitor
 
Beim größeren 1.4 TSI (118 kW/160 PS) kommt im unteren Drehzahlbereich ein per Magnetkupplung zuschaltbarer Kompressor und ab ca. 3.000 u/min ein Turbolader zum Einsatz. Der kleine Hubraum macht sich dank dieser Doppel-Aufladung kaum negativ bemerkbar. Nur manchmal merkt man ein kleines Zögern - wenn Kompressor oder Turbo gerade nicht genug Aufladung produzieren. Beim Verbrauch sollte man sich nicht von den Normwerten blenden lassen. Zwar sind 6,6 l/100km erreichbar, im Alltagsbetrieb aber eher unrealistisch. Dafür sind auch locker 10 l/100km drin, wenn man den Motor immer auf Drehzahl hält. Bei hohen Autobahngeschwindigkeiten werden es auch 15 l/100km.
Erfahrungsberichte zum 1.4 TSI (160 PS) im Forum
Verbrauchsdurchschnitt bei Spritmonitor
 
Der 2.0 TSI (147 kW/200 PS - ab 11/2009 155 kW/210 PS) fährt in einer ganz anderen Liga. Der Motor hängt sehr gut am Gas, ein Turboloch macht sich nur selten für Sekundenbruchteile bemerkbar. Die Fahrleistung sind sehr überzeugend. Vor allem in Kombination mit dem DSG und Lenkradpaddeln zum Schalten kommt richtig Sportwagenfeeling auf. Der 2.0 TSI hat zusätzlich eine etwas bessere Ausstattung: Räder Spa 8Jx17 mit 225/45R17, Dachhimmel schwarz, verchromtes Doppelendrohr. Als einziger TSI-Motor erfüllt der 2.0 nur die Abgasnorm EURO 4. Der Verbrauch steigt unter Volllast nicht so stark an, wie beim 160-PS TSI, dafür sind aber auch keine extremen Minimalverbräuche möglich.
Erfahrungsberichte zum 2.0 TSI (200 PS) im Forum
Verbrauchsdurchschnitt bei Spritmonitor
 
Die leistungsstärkste Variante ist nur im Scirocco R verfügbar. Dieser 2.0 TSI leistet 195 kW/265 PS und ist ebenfalls turboaufgeladen. Der Motor ist allerdings nicht identisch mit dem 200-PS-TSI, sondern basiert auf der älteren EA113-Baureihe, wie sie auch in den leistungsstarken Audis verbaut wird. Über diesen Motor muß man wohl nicht viele Worte verlieren, die Zielgruppe ist sowieso sehr klein.
 
Die ausgewogenste Mischung aus Fahrleistung, Anschaffungspreis und Unterhaltskosten bildet meiner Meinung nach der 1.4 TSI (118 kW/160 PS).
 
Diesel Endlich gibt es auch im sportlichen Segment ein Angebot für die Dieselfans. Ob man mit einem Diesel oder einem Benziner günstiger fährt ist von vielen Faktoren abhängig. Als grobe Richtlinie kann man 15.000 km als Grenze annehmen, besser ist aber eine individuelle Disk Berechnung. Allein aufgrund der Fahrleistungen kann ich den TDI (140 PS) nicht mehr vorbehaltlos empfehlen. Wenn ich von der Probefahrt im Golf VI auf den Scirocco schließen kann, dann ist durch die harmonischere Kraftentfaltung des Common-Rail-Diesels und das relativ langübersetzte Getriebe das TDI-typische auf der Strecke geblieben. Drehzahlbereiche und Gangwahl unterscheiden sich nicht stark vom TSI. Eine besondere Eignung zum Dahingleiten mit niedrigen Drehzahlen und trotzdem ausreichend Kraft in allen Lebenslagen konnte ich nicht mehr spüren. Der Motor geht gut, aber der 160-PS-TSI geht besser. Da empfehle ich eher den 170-PS-TDI, der Aufpreis lohnt sich auf jeden Fall. Wer oft schnelle Autobahnetappen mit viel Vollastanteil fährt, ist auch bei geringer Jahresfahrleistung mit einem der TDIs am Besten bedient. Bei den TSI-Motoren steigt unter diesen Einsatzbedingungen der Verbauch enorm an. Werte um 15 l/100km sind dann eher die Regel als die Ausnahme, während der TDI schwer über 10l/100km zu bringen ist.
Erfahrungsberichte zum 2.0 TDI (140/170 PS) im Forum
Verbrauchsdurchschnitt bei Spritmonitor (140 PS TDI)
Verbrauchsdurchschnitt bei Spritmonitor (170 PS TDI)
 
Getriebe Standardmäßig sind alle Scirocco mit einem 6-Gang-Getriebe ausgestattet. Alternativ sind für alle Motoren ab 103 kW/140 PS das Direktschaltgetriebe DSG verfügbar. Dies ist ein automatisiertes 6-Gang oder 7-Gang-Schaltgetriebe (je nach Motorisierung) mit 2 Kupplungen. Dadurch kann das Steuergerät bereits den nächsten Gang einlegen und es wird dann stufenlos zwischen den Gängen gewechselt. Dadurch ist Schalten ohne Schaltrucke und ohne Zugkraftunterbrechung möglich. Eine sehr empfehlenswerte Variante. Verbrauch und Fahrleistungen werden vom DSG deutlich weniger negativ beeinflußt als von einer herkömmlichen Automatik. Es ist sogar so, das man mit dem DSG viel leichter einen geringen Verbrauch erzielt als handgeschaltet, da die Automatik immer die optimale Drehzahl wählt. Man kann sowohl im vollautomatischen Modus fahren oder die Gangwechsel manuell beeinflussen. Perfekt wird das Vergnügen aber erst mit dem Multifunktionslenkrad mit Schaltwippen (beim 2.0 TSI inklusive, bei den anderen Motoren als Extra). Zusätzlich gibt es eine Sportstellung in der sehr aggressiv geschaltet wird - man hat für sportliche Fahrweise praktisch immer den richtigen Gang eingelegt. Zumindest beim 7-Gang-DSG würde ich auf jeden Fall vom Chiptuning absehen, da es nicht für höhere Drehmomente ausgelegt ist. Daher wird beim 40 Nm stärkeren 2.0 TSI auch das 6-Gang-DSG eingesetzt.
 
Fazit: Die Automatik-Version DSG ist auch für Schaltfans und Automatikmuffel eine sehr interessante Option, kostet allerdings auch stolze 1.850 €.
 

Räder

17 oder 18 Zoll Standardmäßig ist der Scirocco immer mit 17'' Alu-Rädern Long Beach mit Reifen 225/45 R17 ausgestattet. Beim kleinsten Motor (1.4 TSI / 90kW) sind die Reifen 205/50 R17 verbaut und beim größten Motor (2.0 TSI / 147kW) die 17''-Felgen Spa. Als Extras sind die 17''-Alufelge Donington mit 235/45 R17 oder die 18''-Alus Interlagos mit 235/40 R18 verfügbar. Die Aufpreise sind relativ gering, insbesondere wenn man das optionale Sportpaket wählt. Hier ist die Felge Donington bereits enthalten und der Aufpreis für die sehr schönen Interlagos reduziert sich nochmals. Die 19'' Alus Lugano sind den 'Interlagos' sehr ähnlich. Das Profil ist aber symmetrisch. Als Folgekosten muß man bei einem Satz 18''-Reifen im Vergleich zu 17''-Reifen mit mind. 120 EUR pro Reifensatz rechnen.
 
Meine Empfehlung sind die schicken 18'' Interlagos.
 
Ersatz- und Winterräder Standard ist ein Tire-Mobility-Set.
Für geringen Aufpreis bekommt man ein echtes Ersatzrad, aber nur in 16''.Die optionalen Alu-Räder sind selbstabdichtend und werden ohne Tire-Mobility-Set geliefert. Dafür bekommt man dann die Reifendruckkontrollanzeige. Nachteil sind die höheren Preise für diese Spezialreifen. Da sollte man vielleicht doch das Ersatzrad mitbestellen.
 
Da seit einiger Zeit in Deutschland Winterreifen-Pflicht gilt, ist es eine gute Idee gleich beim Kauf zusätzliche Winterräder mitzubestellen. Vor allen Dingen, da der Preis für 4 Winterreifen 205/55 R16 auf Stahlfelge mit Abdeckkappen sehr günstig ist. Alternativ gibt es noch Winterreifen in 205/50 R17 auf 17''-Alufelgen St. Moritz zu einem ebenfalls guten Preis. Bei der Abholung des Wagens in der Autostadt sind dann im Winterhalbjahr die Winterräder montiert. Der jeweils zweite Satz Räder wird zum heimischen Händler geliefert.
Nur wenn man ein Reserverad oder Winterräder mitbestellt, wird auch Radschlüssel und Wagenheber mitgeliefert.  

Sonderausstattung

Farbe Bei einem sportlichen Wagen darf man mit Sicherheit auch mal auffälligere Farben als silber-metallic wählen. Den Wiederverkaufswert werden Farben wie vipergrün-metallic aber eher doch negativ beeinflussen. Persönlich finde ich, das die Form des Scirocco von hellen Farben besonders gut hervorgehoben wird. Candy-Weiß ist daher eine günstige und optisch ansprechende Wahl - erfordert aber viel Liebe zur Wagenpflege. Außerdem scheint der Trend zu weiß schon wieder abzuflachen.
 
Sondermodell Team Das aktuelle Sondermodell 'Team' bietet, insbesondere mit dem zusätzlichen 'Team Plus'-Paket, einen deutlichen Preisvorteil - wenn man die zahlreichen Extras auch sonst kaufen würde. Ich würde also die Wunschkonfiguration in Vergleich mit dem Sondermodell Team genau durchrechnen. Die Extras sind aber überwiegend sehr sinnvoll und daher wird es sich in der Regel rechnen. Das Sportpaket oder die Ledersitze sind allerdings nicht mit dem Sondermodell bestellbar.
 
Klima Die serienmäßige Variante der Klimananlage namens Climatic enthält eine automatische Temperaturregelung. Damit ist schon ein guter Komfort erreicht. Das Optimum bietet allerdings die Climatronic, die nur 320 EUR mehr kostet. Diese regelt auch die Luftverteilung automatisch und bietet neben einigen Komfortfunktionen eine getrennte Temperaturregelung für Fahrer und Beifahrer. Bei geringen Temperaturdifferenzen von 2-3° funktioniert das gut und ist auch sinnvoll. Der geringe Aufpreis für die Climatronic lohnt sich auf jeden Fall.
 
DCC Das serienmäßige Sportfahrwerk ist schon sehr gut - vor allem ohne unnötige Härte. Einen Ticken besser noch ist die adaptive Fahrwerksregelung DCC durch die Möglichkeit die Abstimmung des Fahrwerks auf Knopfdruck in drei Stufen zwischen Komfort und Sport einzustellen. Aber auch in der weichsten Abstimmung wird ständig die Dämpfung an die Fahrbahn und die Fahrsituation angepasst. Damit ist dann kein schlechter Kompromiss zwischen Komfort und Härte mehr notwendig, sondern das Fahrwerk passt sich an jede Situation perfekt an. Damit empfiehlt sich DCC vor allen für komfortorientierte Fahrer. Wer dagegen am Fahrwerk basteln will, sollte besser die Finger vom DCC lassen. Wenn nur der Federnsatz ausgetauscht wird, meldet das DCC einen Fehler und muss neu programmiert werden.
 
ParkPilot Da die Übersichtlichkeit nach hinten doch etwas zu wünschen übrig lässt, rate ich zur Investition in den ParkPilot. Die Warnung erfolgt akustisch und bei den VW-Radios/Navis auch optisch im Radiodisplay. Vordere Parksensoren gibt es leider nicht, obwohl man das vordere Ende auch nur erahnen kann.
 
Keyless Access Diese Option ermöglicht einen schlüssellosen Zugang und Start des Golfs. D.h. den Schlüssel muß man schon bei sich haben, aber man muß ihn nicht mehr in die Hand nehmen. Bei der Annäherung an das Fahrzeug wird beim Ziehen am Türgriff die Tür entriegelt. Den Motor startet man mit einem Knopf, der sich anstelle des Zündschloßes unterhalb des Lenkrads befindet. Für den geringen Komfortgewinn allerdings ein relativ hoher Preis.
 
Light Assist Dieses Assistenzsystem schaltet ab 60 km/h automatisch zwischen Abblendlicht und Fernlicht um, sobald es die Verkehrssituation erlaubt. Ob dieses System so gut funktioniert wie in der automobilen Oberklasse muß sich noch zeigen. Für den geringen Aufpreis ist es aber für alle, die viel auf Landstraße unterwegs sind, ein Versuch wert.
 
Leder Ledersitze sind zur Zeit die einzige Möglichkeit beim Scirocco eine einstellbare Lendenwirbelstütze zu bekommen. Ebenfalls lässt sich der elektrisch einstellbare Fahrersitz nur mit Ledersitzen bestellen. Scheinbar hat diese Option dann noch nicht mal eine Memoryfunktion. Ein sehr schwaches Bild für einen Premiumhersteller. Mit den Ledersitzen ist immer der schwarze Dachhimmel gekoppelt. Neben dem üblichen einfarbigen Leder kann man aus dem Individual-Programm für ca. 300 EUR mehr auch zweifarbige Ledersitze wählen.
 
Lenkrad Das serienmäßige Leder-Sportlenkrad lässt sich zu einem Multifunktionslenkrad aufrüsten. Das ist insbesondere in Kombination mit den Radiogeräten, Telefonvorbereitung oder DSG zu empfehlen, da dies die Bedienung deutlich komfortabler gestaltet. Zu den Multifunktionslenkräder muß immer die Multifunktionsanzeige Plus bestellt werden.
 
Multifunktionsanzeige Plus Die Multifunktionsanzeige Plus zeigt mehr Infos an als die  serienmäßige Standard-MFA. Sie sollte auf jeden Fall zum Licht&Sicht-Paket mitbestellt werden, weil man nur dann dessen Optionen einstellen kann. Mit der MFA kann man immer Werte wie Außentemperatur, Durchschnittsverbrauch, Durchschnittsgeschwindigkeit, Reichweite, Momentanverbrauch, gefahrene Kilometer oder Minuten abrufen. Bei der MFA plus dagegen wird gleichzeitig die Außentemperatur und zusätzlich einer der anderen Messwerte angezeigt. Es gibt auch noch weitere Anzeigeoptionen, um z.B. eine Radio- oder Navi-Anzeige einzublenden, diverse Einstellungen vorzunehmen oder (ab Modelljahr 2010) die Öl-Temperatur anzuzeigen. Und die MFA plus zeigt z.B. offene Türen detailliert mit einer Fahrzeuggrafik an, während bei der Standard MFA nur eine Warnleuchte angeht. Dies gilt auch für defekte Lampen, die bei der MFA plus detailliert im Klartext angezeigt werden.
 
Bis Modelljahr 2009 war die alte MFA aus dem Golf V verbaut. Fahrzeuge ohne MFA+ haben dann ein kleineres Display und das Kombiinstrument ist nicht mit Chromringen um Tankuhr und Wassertemperatur verziert. (Standard-MFA, MFA plus)
 
Telefon VW bietet drei verschiedene Freisprecheinrichtungen an:
 
Mobiltelefonvorbereitung (erst ab 05/2010)
Die einfachste und günstigste Variante bringt keine Ladeschale und keine Fahrzeugantenne für GSM mit. Die Bedienung erfolgt über die MFA plus. Über Bluetooth (hands free profile 1.5) wird das Handy mit der Freisprecheinrichtung gekoppelt. Gesendet wird aber weiterhin über das Handy.
 
Mobiltelefonvorbereitung Plus (bis 04/2010 nur 'Mobiltelefonvorbereitung')
Die Plus-Variante ist die einzige mit einer fest montierten Ladeschale, für die noch ein handyspezifischen Adapter gekauft werden muß. Statt handyspezifischer Ladeschale kann man auch einen Pairing Adapter (Nr. 3C0 051 435 PA) kaufen mit dem sich dann jedes Handy per Bluetooth koppeln lässt, das das Hands-Free-Profile (HFP) beherscht. Dann entfällt aber die Lademöglichkeit fürs Handy - nur die Kompatibilität ist etwas größer. Auf jeden Fall muß man ca. 100 EUR zusätzlich für Ladeschale oder Pairing Adapter einrechnen, diese sind immer für die Bluetooth-Kopplung notwendig. Die Kopplung funktioniert bei kompatiblen Handys auch dann, wenn eine 'falsche' Handyschale eingebaut ist. Zum Wählen von Telefonnummern benötigt man allerdings Zugriff auf das Handy, auch zum Annehmen oder Beenden von Gesprächen, daher ist eine passende Schale schon sinnvoll. Anrufe annehmen und beenden kann man auch über das Multifunktionslenkrad, das aber extra bestellt werden muss. Verfügbar ist auch ein Bluetooth Touch-Adapter mit Touchscreen und einem Funktionsumfang ähnlich der Premium-Freisprecheinrichtung für ca. 190 EUR. Bedienung incl. Gesprächsannahme erfolgt über den Touchscreen, der in die Handykonsole eingeklipst wird, nicht über das Radio wie bei der Premium UHV. Ist das Handy in der Ladeschale eingesteckt, dann wird es dort geladen und benutzt die Fahrzeugantenne. Ein Anschluß des Handys per Bluetooth ist auch möglich, aber dies führt zu einer höheren Strahlenbelastung und schlechterem Empfang, da dann über die Handyantenne und nicht über die Dachantenne telefoniert wird. Bedienung erfolgt über MFA plus, das Radio oder per Sprachbefehl
 
Mobiltelefonvorbereitung Premium
Bei der Premium-FSE ist kein störender Handyadapter montiert. Wenn das Handy mit dem SIM Access Profile (rSAP) ausgestattet ist, dann gibt es trotz schnurloser Bluetooth-Verbindung keine erhöhte Strahlenbelastung, da die Dachantenne genutzt wird. Alle anderen Handys verbinden sich über das hands free profile 1.5 (erst seit 05/2010) und nutzen ihre eigene Antenne. Die Bedienung ist über MFA plus, Radio, Sprachbefehle und das Multifunktionslenkrad möglich. Die Premium stellt zusätzlich auch UMTS-Empfang zur Verfügung, mit dem RNS 510 soll auch das Schreiben von SMS möglich sein.
 
Sportpaket Das Sportpaket enthält für 695 EUR die auch einzeln verfügbaren Optionen 17''-Alus 'Donington' mit 235/45 R17 Reifen, Nebelscheinwerfer, abgedunkelte Seiten- und Heckscheibe und Fußmatten. Bestellt man diese Optionen einzeln kommt man auf 670 EUR. Für weitere 25 EUR erhält man also zusätzlich die sonst nicht buchbaren schwarzglänzenden Dekoreinlagen um die Lüftungsdüsen, schwarzen Dachhimmel, Alu-Pedale (sind auch nachrüstbar für ca. 99 EUR, Bestellnr. 1K1064200) und Sitzbezüge in Stoff/Alcantara (in 3 Farbkombinationen). Der Aufpreis für die 18''-Interlagos reduziert sich gleichzeitig auf 210 EUR.
Mir persönlich ist der komplett schwarze Innenraum aber zu duster - das Panoramadach (39mm ausstellbar, weniger als 10% licht- und wärmedurchlässig) für fast 1.000 EUR wäre in dem Falle eine sinnvolle Ergänzung. Das Brillenfach im Dach entfällt dann allerdings.
 
R-Line
Klavierlack
Andere Alternativen um den Innenraum zu verschönern sind zum einen die Klavierlack-Blende in der Mittelkonsole (wie beim R-Modell) und zum anderen die R-Line-Pakete. Mit dem Exterieur-Paket erhält man hauptsächlich das Bodykit im R-Design, die 17'' Alus 'Mallory', Nebelscheinwerfer und abgedunkelte Rückleuchten. Das Plus-Paket fürs Interieur enthält ebenfalls die Alus 'Mallory' und diverse Alu- und Edelstahl-Applikationen (ähnlich dem Sportpaket), sowie andere Sitzbezüge mit Sitzheizung. Insgesamt halte ich die Preise nicht unbedingt für angemessen, aber wer lieber zum Werks-Tuning greift, findet hier eine Alternative zu nachträglichen Umbauarbeiten. Eine Kombination mit anderen Felgen oder dem Sportpaket ist nicht möglich.
 
Reifenkontrolle Für ca. 50 EUR bekommt man eine elektronische Reifendruckkontrolle, die bei einem Druckverlust warnen soll. Allerdings ist diese Funktion nicht sonderlich genau, da sie keine zusätzlichen Sensoren in den Felgen nutzt, sondern die ABS-Signale auswertet. Es kann also zu Fehlalarmen kommen oder die Meldung kommt erst sehr spät. Ich vermute, das ein Platten einwandfrei erkannt wird. Aber um sich die regelmäßige Luftdruckkontrolle zu ersparen ist das System nicht geeignet.
 
Winterpaket Das Winterpaket enthält beheizte Scheibenwaschdüsen, die Sitzheizung und eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage in Verbindung mit einer Warnanzeige bei Wischwasser-Mangel. Ich halte das Paket für sehr nützlich und kann insbesondere die Sitzheizung für TDIs nur empfehlen, da man wegen der schlechten Heizleistung sonst lange im Kalten sitzt. Bei den Ledersitzen ist immer die Sitzheizung mit dabei und bei Xenon-Licht immer die Scheinwerfer-Reinigungsanlage - daher wird das Winterpaket in Kombination mit diesen Optionen günstiger.
 
Xenon-Licht Die Bi-Xenon-Scheinwerfer kosten 1.155 € Aufpreis, enthalten aber auch die Scheinwerferreinigungsanlage, wodurch das Winterpaket billiger wird. Mit Xenon-Licht erhält der Scirocco ein echtes Tagfahrlicht, sowie ein statisches Abbiegelicht.
(Video mit den Lichtfunktionen des Xenon-Lichts) Bei Halogen leuchten die normalen Scheinwerfer als Dauerfahrlicht, mit dem Licht & Sicht-Paket leicht gedimmt.
 
XDS XDS ist eine Erweiterung der ESP-Funktion. Und zwar wird hier durch Bremseneingriff die Wirkung einer mechanischen Differentialsperre simuliert. Es gibt bereits eine solche Funktion namens EDS im ESP. Diese greift aber nur bei einem bereits durchdrehenden Rad ein. XDS dagegen kann bereits eingreifen, wenn das Rad deutlich entlastet wird. Dies führt zu einer deutlich geringeren Untersteuerneigung.
 
diverses Bei den vielen Abhängigkeiten der Optionen untereinander übersieht man schon mal die eine oder andere Kleinigkeit. Daher hier noch ein paar Hinweise:
 
Die Mittelarmlehne wird gerne vergessen, das Nachrüsten ist aber meist viel teurer. In der Option Multimediabuchse Media-In ist die MAL enthalten.
 
Entscheidet man sich gegen das Sportpaket, müssen die Nebelscheinwerfer seperat bestellt werden.
 
Ohne Sportpaket hat der Scirocco auch keine Fußmatten. Geheimtip: Statt für 95 EUR die Velour-Fußmatten mitzubestellen holt man sich stattdessen für 99 EUR Fußmatten mit Scirocco-Schriftzug (Artikel-Nr. 1K1 061 270 PSW GK) aus dem VW Zubehör-Shop.
 
Bei Ledersitzen ist die Sitzheizung bereits enthalten, das Winterpaket ist dann nicht mehr unbedingt notwendig. Dafür wird die Option 'elektrische Sitzverstellung' für den Fahrersitz interessant.
 
Der Tempomat ist eine der wenigen Optionen, die in der Nachrüstung billiger sind. Die Nachrüstung kann man incl. Einbau für 150 EUR bekommen.
 
Das Raucherpaket enthält einen Zigarettenanzünder und eine Abdeckung für den Aschenbecher. Ohne Raucherpaket ist ein offenes Ablagefach und eine 12-V-Steckdose verbaut.
 
Das Licht&Sicht-Paket enthält einige praktische Automatiken: das Licht wird automatisch eingeschaltet, wenn es zu dunkel wird, es regnet oder man schneller als 160km/h fährt. Der Regensensor ersetzt den Intervall und wischt mit 5stufiger Empfindlichkeit automatisch aufgrund der aktuellen Regenstärke und der automatisch abblendende Rückspiegel verhindert effektiv Blendung von hinten - was bei tiefergelegten Fahrzeugen nicht selten passiert. Das Spiegelpaket enthält zusätzlich noch die praktische Beifahrerspiegelabsenkung (verhindert Einpark-Kratzer an den Felgen) und die Spiegelanklappfunktion (für engere Garagen oder als Vandalismusschutz).
 

Radio/Navigation

  Ohne Radio bestellte Sciroccos sind mit vielen Komfort-Optionen wie ParkPilot (optische Anzeige), Freisprecheinrichtung, Multimediabuchse oder Multifunktionslenkrad nicht bestellbar oder nicht voll nutzbar. Das RCD 310 als günstigstes Radio würde ich daher auf jeden Fall einem Nachrüstradio vorziehen. Die Nachrüstung gestaltet sich ähnlich schwierig wie beim Golf V. Das gilt natürlich nicht, wenn sowieso ein vollständiger Hifi-Ausbau geplant ist.
 
RCD 310 Das RCD 310 reicht für normale Ansprüche aus. Dieses Radio ist bereits mit einem Doppel-Tuner und einem CD-Player ausgestattet. Die Kombination mit dem CD-Wechsler lohnt sich nicht, da dann das RCD 510 die günstigere Alternative ist. MP3s können mit Titelanzeige abgespielt werden, externe Geräte über die AUX-IN-Buchse angeschlossen werden. Reizt vor allem der SD-Slot des RCD 510, dann ist die Media-In-Schnittstelle eine preisgünstigere Alternative.
 
RCD 510 Das RCD 510 wirkt deutlich eleganter als das kleine RCD 310. Es enthält einen im Gerät integrierten CD-Wechsler für 6 CDs (auch MP3-CDs) und den praktischen Verkehrsfunkspeicher TIM. Außerdem ist es mit einem großen Touchscreen und einem SD-Kartenschacht für MP3-Wiedergabe (mit 8 GB SDHC getestet, 32 GB SDHC sollen gehen) ausgestattet. Durch den Touchscreen ist die Bedienung wesentlich einfacher und schneller. Allein der SD-Schacht ist aber fast den Aufpreis wert, da man dann gut auf die Multimedia-Buchse Media-In (zum Anschluß von USB-Massenspeichern) verzichten kann. Allerdings ist die Media-In-Schnittstelle bei vielen MP3s und vielen Ordnern deutlich schneller als der SD-Kartenleser.
 
RNS 310 Das RNS 310 ist ein Navigationsgerät das wahlweise mit CD oder SD-Karte arbeitet (Die Navigationsdaten können auf eine SD-Karte kopiert werden. Dies dauert ca. 1 Stunde, danach ist die CD nicht mehr notwendig. Die SD-Karte funktioniert dann in jedem RNS 310. Obwohl es in der Preisliste und im Konfigurator als Option zum Radio RCD 310 geführt wird, hat es mit diesem Radio nichts zu tun. Das RNS 310 hat ein 5''-Farbdisplay mit Touchscreen. Die Zielführung erfolgt über Sprachausgabe und eine 3D-Ansicht und kann dynamisch über TMC-Empfang erfolgen. MP3s können ebenfalls von SD-Karte abgespielt werden. Der Aufpreis ist nur ca. 190 EUR höher als für das Radio RCD 510. Den Hauptunterschied sehe ich im fehlenden TIM-Speicher - der durch die TMC-Funktion aber deutlich wettgemacht wird und im fehlenden CD-Wechsler. Der bis zu 32 GB große SDHC-Karten fassende Kartenschacht ist dafür aber ein guter Ersatz. Die Aux-In-Buchse befindet sich am Gerät selber, nicht in der Mittelkonsole. Mit der DAB-Option ist es allerdings nicht kombinierbar. Bei der Entscheidung für dieses Navi sollte man außerdem bedenken das nur eine Deutschlandkarte mitgeliefert wird und weitere Karten jeweils ca. 150 EUR kosten. Da kommt dann doch schnell ein Aufpreis zusammen für den man ein gutes mobiles Navi bekommt.
 
RNS 510 Das DVD-Navigationsgerät RNS 510 ist top ausgestattet und technisch auf aktuellem Stand. Es zeigt eine farbige Karte (2D oder 3D) auf dem Touchscreen. Die Bedienung ist sehr einfach und die Anzeige wird von einem Zweitdisplay mit Pfeildarstellung im Tacho unterstützt. Die Multifunktionsanzeige Plus und eine AUX-IN sind im Gerätepreis bereits enthalten. Die Navigations-Daten (von Navteq, für Westeuropa) und Musik im MP3 oder WMA-Format werden auf einer 30 GB Festplatte gespeichert. Die Zielführung kann dynamisch über TMC-Empfang erfolgen. MP3s können ebenfalls von SD-Karte abgespielt werden. Das RNS 510 akzeptiert maximal 2GB große SD-Karten, ab Herbst 2009 auch 32GB große SDHC-Karten.
 
Dynaudio Die Navis und Radios lassen sich mit dem Dynaudio Soundsystem erweitern. Das Soundsystem verfügt über 8 Lautsprecher (vier 168mm Basslautsprecher und je zwei 60mm bzw. 50mm Hochtonlautsprecher), 8-Kanal-Verstärker, fahrzeugspezifische Klangabstimmung und 300 Watt Gesamtleistung (Basslautsprecher je 50W, Hochtöner je 25W). Das System ist sehr neutral abgestimmt und spielt äußerst präzise. Für 550 EUR bekommt man keine vergleichbare Nachrüstlösung.
 
Media-IN Als zusätzliche Erweiterung steht die Multimedia-Buchse Media-In zur Verfügung. In dieser Option ist immer auch die Mittelarmlehne enthalten, somit reduziert sich der Aufpreis auf ca. 160 EUR. Hier lassen sich MP3-Datenträger wie USB-Sticks, MP3-Player und iPod (über zusätzliches zu kaufendes Adapterkabel) anschließen und über das Radiosystem anzeigen und bedienen. Unterstützt werden die Formate MP3, WMA, OggVorbis und AAC (ohne Kopierschutz). Angeschlossen wird das Gerät über ein Adapterkabel in der Mittelarmlehne - über VW Zubehör sind verschiedene Ausführungen (Mini-USB, USB, iPod, Aux-In) erhältlich. Ein Anschlußkabel für USB gehört zum Lieferumfang. Eine extra Aux-In-Buchse (ohne Media-In in der Mittelarmlehne, mit Media-In außen an der Mittelarmlehne, beim RNS310 am Gerät) ist bei allen Geräten allerdings bereits enthalten.
Beim RCD 510 und RNS 310 ist die Media-In-Option nicht sonderlich interessant, da dieses Gerät auch große SDHC-Karten abspielen kann. Allerdings ist der Zugriff auf die Musikdateien mit einer Festplatte an der Media-In-Schnittstelle schneller als über die SD-Karte. Dagegen benötigen Festplatten an der Media-In-Schnittstelle unter Umständen soviel Zeit zum Anlaufen, das die Fortsetzung beim letzten gespielten Lied scheitert.
 
DAB Für einen Aufpreis von ca. 200 EUR erhält man als Option DAB-Empfang. Da DAB aber so gut wie tot ist, würde ich mir die Ausgabe sparen. DAB wird höchstwahrscheinlich in den nächsten Jahren durch eine nicht kompatible Lösung ersetzt. Mit den Navis lässt es sich nicht kombinieren.
 
Stand: 12.05.2010