Drosselklappe reinigen und anlernen

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dennis_dieckmann
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Drosselklappe reinigen und anlernen

Beitrag von dennis_dieckmann » 6. Jan 2009, 22:19

Hallo,

ich habe ien Drosselklappen-Reinigung nach dieser Anleitung durchgeführt: http://martinr.raserver.de/drosselklappe_reinigen.pdf.
Die Reinigung wurde mir in diesem Forum sehr oft empfohlen.

Ich habe die Reinigung vor einigen Tagen bei minus Graden durchgeführt.

Die Anleitung sagt 5 Minuten Zündung, Starten, 5 Minuten ohne Gas geben laufen lassen.

Bin anschließend gleich los gefahren, ohne den Motor auszuschalten.

Könnte das ein Problem sein? Oder die Temperaturen?

Seit dem ist der Leerlauf bei 1200 und nicht wie sonst bei 950. Auch fängt er jetzt schon bei der Drehzahl an zu "hüpfen" oder ruckeln.

Könnte das an der Kaltstartautomatik liegen, die während der Anlernphase in den 5 Minuten bei -4 Grad bestimmt aktiv war?

Für Tipps wäre ich sehr dankbar.

mario999
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Beitrag von mario999 » 8. Jan 2009, 15:07

hi

habe jetz jahrelang mit dem gleichen problem "gekämpft" - vor 2 monaten hab ich eine gebrauchte drosseklappe gekauft (gleiches nr.), eingebaut, motor an (nix anlernen usw.) und bis jetz kein problem mehr gehabt - (immer wieder reinigen, einstellen usw. alles für die fisch - nach einer woche war es immer wieder das gleiche) - einbau geht in 20 min. und ohne spezialwerkzeug

lg

lfx
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Beitrag von lfx » 8. Jan 2009, 15:37

Ich frage mich auch was das bringen soll. Die Klappe alleine - der Luft ist doch das egal ob die sauber ist oder schwarz.

Ich vermute eher daß es im Drosselklappengehäuse ein Bypass-System für den Leerlauf gibt welches von einem kleinen Stellmotor reguliert wird. Das gleiche System hatte ich beim Megane. Dort war auch der gleiche Fehler. Nach Austausch des Stellmotors war es auch gut. Den Stellmotor gibt es vielleicht extra zu kaufen.

Auf der Seite wo auf dem Guß VDO steht ist doch eine relativ große dicke Plastikabdeckung. Da ist wohl das Drosselklappen-Potentiometer drin und da könnte auch noch ein Stellmotor sein . Denn wenn Mario999 sagt daß die Reinigung nichts bringt ( was ich auch glaube) dann kann das Geheimnis nur hier drin sein weil irgendwie muß die Elektronik ja die Drosselklappe im Standgas regeln.

Gruß lfx
Golf V TSI 122PS + 7-Gg. DSG
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mario999
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Beitrag von mario999 » 8. Jan 2009, 16:09

nichts bringt - muss nicht sein - es gibt sicher fälle da ist sie nur verschmutzt

hab nach dem tausch die alte klappe zerlegt und mir das ding mal angeschaut - da ist doch einiges an elektronik drin - und bei mir war die steuerung und oder sensor für den stellmotor defekt (glaub ich) - d.h. das ding konnte sich nicht mehr richtig selbst heilen (einstellen)...

nur - wenns nach der reinigung nicht gleich auf anhieb richtig rennt, würde ich mir ernsthaft einen austausch überlegen - und nicht mehr ärgern.... - wichtig - gleiche teilenr. verwenden....

dennis_dieckmann
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Beitrag von dennis_dieckmann » 9. Jan 2009, 12:18

Also es lief ja vorher.

Hab die Batterie jetzt nochmal nach einer längeren Fahrt abgeklemmt und das ganze Anlern-Verfahren nochmals bei warmen Motor durchgeführt.

Scheint geklappt zu haben.

sven18
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Beitrag von sven18 » 17. Jan 2009, 17:27

@All: Der Drosselklappe ist es nicht egal, ob sie dreckig oder sauber ist, weil:

Es gibt keinen Bypass für den Leerlauf, der Leerlauf wird über die Nullstellung (Nullwert) der DK und deren Poti erkannt, und der Stellmotor an der DK regelt dann den Leerlauf. Ist da KOK dazwischen stimmt der Nullwert der DK nicht mehr und folglich auch der Leerlauf nicht.

Anlernen funktioniert nur mit Tester über ODB Anschluß, alles andere kannst vergessen und wird nie so funktionieren wie es soll.
Ohne vernünftiges Anlernen per Tester kann es zu Fehldiagnose und sinnlosem Tausch des DK Teils kommen.
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lfx
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Beitrag von lfx » 17. Jan 2009, 17:35

Das ist erstaunlich daß die Drosselklappe den Leerlauf macht. Ein Bypass ist regeltechnisch günstiger weil er für die geringe Luftmenge besser ausgelegt werden kann. Das Ergebnis ist sauberer Leerlauf und vermutlich unempfindlicher für Verschmutzung.


Gruß lfx
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sven18
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Beitrag von sven18 » 17. Jan 2009, 18:07

Die Verschmutzungen (der Kok) kommt nur von der Abgasrückführung, die genau unter der DK ins Saugrohr kommt, das wird man nicht ändern können, außer die DK öfter mal putzen und neu anlernen.
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lfx
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Beitrag von lfx » 17. Jan 2009, 19:12

Ich kenne schon das Übel - ist bei meinem 75 PS auch. Eine fatale Konstruktion.

Da war mein ehem. Megane wesentlich besser gebaut. Die Kurbelgehäuseentlüftung führte hinter der Drosselklappe in einen Zylinder an dem die Saugrohre angegossen waren. Die Drosselklappe war immer piksauber, ebenso kein Öl am Luftfilter und eine verstopfte
Entlüftung oder Ölschlamm kannte ich nicht. War nicht so schlecht - der Franzose - wie die VW-Fahrer immer meinen ...

Bin ja mal gespannt wie sich der TSI bewährt. Ein mulmiges Gefühl habe ich schon.

Gruß lfx
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GolfGo
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Beitrag von GolfGo » 20. Jan 2009, 11:18

Bei mir hat am Ende nur eine neue Drosselklappeneinheit geholfen. Zu letzt war es so schlimm, das der Golf ohne Gas fuhr und gemacht hat, was er wollte. Mit meinem Megane kenne ich solche Sachen nicht. Man kann bei Renault über die sagen wir mal robuste Materialauswahl und Verarbeitung, fehlende Komfortgimmicks wie gedämpfte Öffnungsmechanismen oder fehlende Geräuschdämmung und Kinderkrankheiten und dauernd nervende Kleinigkeiten und billig-Lösungen diskutieren. Aber die Kisten fahren immer irgendwie. Mit meinem Megane bin ich in 10 Jahren und 100000KM nicht ein einziges mal liegengeblieben und mich nur über Kleinigkeiten und Verschleiß ärgern müssen. Seit 4 Jahren wo ich den Golf habe bin ich oder mein Weib mit ihm - oh Gott - 3 oder 4 Mal liegen geblieben und musste schon an die 1500€ an unplanmäßige Reparaturen reinstecken (nein, kein Verschleiß). So etwas kenne ich vom Megane nicht - obwohl er billiger ist wie ein Vergleichbarer Golf IV. Naja, dafür gleitet der Handschufachdeckel im Golf auf, und Klappt nicht einfach so von einem Gummifangband (wie im Megane I) gehalten einfach runter. -Wer es braucht.
Golf IV, 75PS, EZ 2000, Man.Klima, 4x el FH, kleine MFA, E-Spiegel, Nebelscheinwerfer, Armlehnen und Leseleuchten vorne/hinten, Höhenverstellbare Vordersitze mit Wirbelsäulenstütze beidseitig, Wärmeschutzglas, Alarmanlage, Klappschlüssel mit Fernbed.

lfx
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Beitrag von lfx » 20. Jan 2009, 11:46

Also noch einer der den Megane liebt(e).

Ich hätte mir ja wieder einen gekauft. Aber der ganz neue Megane hat mir nicht so gefallen. Er sieht ja gut aus - aber in der Geräumigkeit kommt er nicht an den Golf 5. Da sitzte ich vorne und hinten besser.

Was allerdings ganz besch.. ist am Golf (V - teilw. 4): Die Karre saut sich voll bei schlechtem Wetter - das ist eine Pracht. So dreckige Finger wie ich laufend an der Heckklappe habe kannte ich vorher nicht. Muß mir direkt mal dafür einen Putzlappen reinlegen. Jetzt mache ich mir sowieso schon vorne und hinten so Spritzschutzlappen ran.
Die Heckklappe kann man auch nirgends richtig anfassen beim Öffnen oder zumachen. Ein Armutszeugnis für die Macher. Aber elektronische Spielereien in der Technik - das können sie.

Jetzt bin ich aber abgekommen vom Thema. Mußte aber mal gesagt sein ...

Gruß lfx
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sven18
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Beitrag von sven18 » 20. Jan 2009, 12:25

Wiso soll man die Heckklappe nicht gescheit aufmachen können?!?!? Ich werd da nie dreckig, und zumachen tut man ne Heckklappe eh mit dem inneren Griff, dann mit Schwung runter und zu is.
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Beitrag von lfx » 20. Jan 2009, 13:13

Ich hab 's jetzt nicht im Kopf wie es beim 4-er geht.

Bei meinem 5-er eine Katastrophe.

Beim Öffnen muß man auf das total dreckige VW-Zeichen drücken ( anschließend Finger abwischen).
Griffmulden: Die sind ergonomisch so blöde gemacht daß man gar keinen richtigen Schwung zusammenbringt zumal die Dämpfer auchz noch dagegenwirken. Da hätte an der Unterseite der Verkleidung ein versenkbarer Klappgriff reingehört den man ordentlich anpacken und runterziehzen kann. Also muß man am Scheibenwischer oder an der Klappe nachdrücken oder gleich schließen. Wieder Putzlappen.

Es gibt noch einige andere Dinge die besser sein könnten. In Wolfsburg wird sich zuviel auf komplizierte Techniklösungen konzentriert. Von den Franzosen könnten sie einiges an praktischen Dingen lernen. Der Slogan "Autos für 's Leben " war schon richtig.

Gruß lfx
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Housi
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Beitrag von Housi » 21. Jan 2009, 08:05

Hallo
lfx hat geschrieben:Bei meinem 5-er eine Katastrophe.
Ich sehe das auch so. Der ganze Strassennebel am A.sch und der Öffner mit dem Emblem :? Sieht zwar gut aus aber ist unpraktisch.

Gruss
Housi
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RexM
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Beitrag von RexM » 23. Jan 2009, 09:35

Also selbst in der Werkstatt gibt es ja fünf Meinungen, ob man das Ding anlernen muss oder nicht. Mein Stand beim 1.6 16V: Ausbauen-Reinigen-Einbauen-Fahren...

Hab selbst 2 Meister beim Freundlichen befragt; der eine sagt, dass sie ohne Anlernen nicht störungsfrei arbeitet - der andere, dass sie sich auf den ersten x-km selbst einstellt...whatever.

Was Renault betrifft: Ich kenne 2 Clio-Besitzer (ich weiß, ist kein Megane...) mit Vorgängermodell des aktuellen. Da höre ich nur Horrorstories aus der Werkstatt, und was die investieren mussten! Die wären froh über meinen Golf... Aber so geht es schließlich jedem Markenbesitzer halt mit der Marke/dem Modell eines anderen - die einen sagen so, die anderen so...

Fakt ist: Ich kaufe wieder einen! Weil mir der persönliche Wohlfühlfaktor das trotz allem sagt. Raumangebot bzw. Sitzgefühl vo./hi. und Größe (nicht Variabilität) des Kofferraums, Haptik, intuitive Bedienbarkeit, Qualität von Serienfahwerk und Bremsen, etc....

Ok, alles persönliche Note - aber wie viele mosern und kaufen dann doch wieder einen VW?! Dann bitte konsequent sein und umsatteln à la "mein letzter VW". Bin A3 gefahren mit spürbar weniger Kofferraum, hab mich vorn wie hinten in einen eigentlich gleich groß anmutenden 1er BMW gequetscht, und mich beim Cockpit eines Mazda 3 trotz Pannenstatistik und TÜV-Quote sofort wieder in meinen Golf gesehnt. Für alle die jetzt den Kopf schütteln: Ich wollte doch nur mal ne Lanze für ihn brechen...
*IV´er 1.9 TDI PD 85kw 4/01 AJM Trend*

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